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SUCHE DEN FRIEDEN UND JAGE IHM NACH


 

Ich bin spät dran. Eigentlich muss ich längst im Auto sitzen. Aber wo ist mein Handy? Es lag doch eben noch da und ich brauche es gerade heute sehr dringend. Der Anruf, den ich erwarte, ist wichtig. Verzweifelt suche ich alles ab, Schreibtisch, Küchentisch, Jackentaschen, Handtasche – nichts. Weg, einfach verschwunden. Ich gebe auf, nehme meine Sachen und fahre zu meinem Termin… und in Gedanken beim Autofahren gehe ich alle Räume durch, suche immer weiter.

Kennen Sie das auch? Die verzweifelte Suche nach der Brille, dem Schlüssel oder eben dem Handy. Normalerweise ist es nicht wirklich verschwunden. Irgendwo findet es sich an. Aber wenn es sich eben nicht gleich finden lässt, die Suche erfolglos bleibt, dann kann man schon mal verzweifeln.
"Suche Frieden und jage ihm nach!", so heißt es in der Jahreslosung für das Jahr 2019 aus dem 34. Psalm. Suchen wir den Frieden eigentlich auch so wie unsere Brille, den Schlüssel und das Handy? Verzweifeln wir, wenn sich der Frieden nicht finden lässt? Oder finden wir uns damit ab, dass es eben nicht immer friedlich zugeht?
Zu Weihnachten haben wir wieder neu die Botschaft des Engels gehört, der die Geburt des Heilands verkündet. In der Krippe ist Gottes unendlicher Friede zu finden. Die Jahreslosung fordert uns auf, uns auf die Suche zu machen und dem Frieden nachjagen. Nicht halbherzig, ganz nach dem Motto "wird sich schon irgendwann wieder anfinden", sondern ganz aktiv mit allen Anstrengungen und mit Gottvertrauen. Wir sollen nicht aufgeben bis wir ihn wirklich gefunden haben. Vielleicht finden wir diesen Frieden, in der Begegnung mit lieben Menschen, im Lesen der täglichen Losung oder in einem guten Wort.
"Suche Frieden und jage ihm nach!" Eine zukunftsweisende Aufforderung für das Jahr 2019. Fangen wir bei uns selbst an und werden wir Friedensjäger und Friedensfinder. Denn Gottes Friede dürfen wir finden in seinen Friedenszeichen und in ihm selbst. Mit diesem tiefen Frieden im Herzen, da bin ich mir sicher, können wir dann auch Frieden mit unseren Mitmenschen finden und Frieden in unserer Gesellschaft und in unserer Welt fördern.

Ute Mertens, Superintendentin im Kirchenkreis Elbe-Fläming

 


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