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Konfirmanden


Die Konfirmation wie wir sie heute kennen hat schon eine lange Tradition. Die Anfänge finden sich bereits vor mehreren hundert Jahren. Damals begann man in den christlichen Gemeinden, Babys und Kinder zu taufen. Eltern konnten die Entscheidung treffen, dass auch ihr Kind zu Gott gehören sollte. Schnell wurde dabei aber klar, dass es einen Punkt geben muss, an dem diese Entscheidung der Eltern, von jedem selbst bestätigt werden sollte: „Ja, ich finde die Entscheidung, die meine Eltern einmal getroffen haben, richtig. Ich stehe zu meiner Taufe und zum Glauben an Gott.“ Und dieser Punkt ist in der evangelischen Kirche die Konfirmation.


Im Folgenden beantworten wir einige Fragen, die im Zusammenhang mit der Konfirmation immer wieder gestellt werden:

Was muss ich tun, wenn mein Kind konfirmiert werden soll?

Eine wichtige Voraussetzung für die Konfirmation ist die Teilnahme am Konfirmandenuntericht während der 7. und 8. Klasse. Dieser ist in den einzelnen Pfarrbereichen unseres Kirchenkreises unterschiedlich organisiert. Oft wird er wöchentlich durchgeführt, an anderen Stellen findet er als monatliches Projekt statt. Genaue Informationen finden Sie in Ihrem Gemeindebrief oder erhalten Sie direkt in Ihrem zuständigen Pfarramt.

Ist der Konfimandenunterricht in einem anderen Pfarrbereich möglich?

Zunächst einmal sollten Sie davon ausgehen, dass Ihr Kind im eigenen Pfarrbereich zum Konfirmandenunterricht geht. Dies bietet sich an, weil Freunde und Klassenkameraden dort sind, und so die Vertrautheit am größten ist. Wenn Sie aber gute Gründe dafür haben, Ihr Kind in einen anderen Pfarrbereich oder eine andere Gemeinde zu schicken, so sprechen Sie das bitte mit den zuständigen Mitarbeitern ab!

Wir sind nicht (mehr) in der Kirche. Kann unser Kind trotzdem konfirmiert werden?

Ja, die Konfirmation ist möglich. Die Konfirmation ist ein bewusste Entscheidung des Jugendlichen und kann durch ihn unabhängig von seinen Eltern getroffen werden.

Muss mein Kind unbedingt konfirmiert werden oder reicht die Taufe?

Zur Kirchenmitgliedschaft reicht zwar die Taufe. Aber zusammen mit vielen Freunden in der Konfirmandengruppe den christlichen Glauben verstehen zu lernen, ist bereichernd und wunderschön. Wer später das Patenamt übernehmen will, muss in aller Regel konfirmiert sein.

Mein Kind ist nicht getauft. Kann es trotzdem konfirmiert werden?

Ihr Kind kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe. Wenn das Kind nicht getauft ist, so wird das Kind in der Regel am Ende des Konfirmandenunterrichts getauft; eine Bestätigung der Taufe, also die Konfirmation, ist dann nicht mehr notwendig, da das Kind ja schon selber Ja zu der Taufe gesagt hat. In der Praxis wird das Kind dennoch oft nach der Taufe konfirmiert.

Welche Rechte erhält man durch die Konfirmation?

Mit der Konfirmation wird unter anderem das Recht zugesprochen, in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilzunehmen, Pate zu werden und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen (aktiv ab dem 16. Lebensjahr, zum Teil schon ab dem 14., passiv ab dem 18. Lebensjahr) oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden. Wenn jemand als Erwachsener getauft wird, so kommt der Taufunterricht dem Konfirmandenunterricht gleich.

Was soll mein Kind bei der Konfirmation anziehen?

Die Kleidung sollte den festlichen Charakter des Tages unterstreichen. In Einzelheiten gibt es örtlich und traditionell unterschiedliche Vorstellungen. Besprechen sie die Frage am besten mit Ihrem Kind oder bei einem Elternabend mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin Ihrer Gemeinde.

Dürfen wir während des Konfirmationsgottesdienstes fotografieren oder filmen?

Das wird in jeder Gemeinde unseres Kirchenkreises unterschiedlich gehandhabt. Oftmals ist es grundsätzlich nicht erlaubt. Selbstverständlich besteht aber die Möglichkeit, nach dem Gottesdienst noch Bilder zu machen. Wenn es im Gottesdienst erlaubt ist, wird allerdings meist darum gebeten, dass nur eine Person das Filmen oder Fotografieren übernimmt, um unnötige Unruhe zu vermeiden.

Was soll man zur Konfirmation schenken?

Am weitesten verbreitet ist es Geld zu schenken. Die Jugendlichen können sich später davon kaufen, was sie möchten. Aber auch ein Buch, ein Schmuckstück oder eine CD ist möglich. Besser noch: Sie lassen sich etwas ganz Persönliches oder Einmaliges einfallen. Auch ist es eine gute Tradition, zur Konfirmation eine Ausgabe der Bibel oder des Evangelischen Gesangbuchs zu schenken.

Endet das Patenamt mit der Konfirmation?

Offiziell enden die Aufgaben der Paten mit der Konfirmation, weil der oder die Jugendliche dann religionsmündig ist. Aber es ist schön, wenn die guten Kontakte zwischen Paten und Patenkind ein Leben lang bestehen bleiben!

Ist es möglich sich als Erwachsener konfirmieren zu lassen?

Für die Konfirmation gibt es keine Altersbegrenzung. Voraussetzung ist, dass Sie getauft sind. Zur Vorbereitung auf die Konfirmation, wo Sie im Gottesdienst zusammen mit der versammelten Gemeinde gemeinsam den christlichen Glauben öffentlich bekennen, ist eine kirchliche Unterweisung nötig. Wie diese im Einzelnen aussieht erfragen Sie bitte bei Ihrer Pastorin bzw. Ihrem Pastor.

Quelle: www.ekd.de


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